Eine Woche Meer verändert mehr als gedacht

Don-Bosco-Schüler erleben Segelabenteuer in Kroatien

Foto: Anette Köhler

„Das Gefühl, was mit einem passiert, kann man vorher nicht vermitteln – das muss man einfach selbst erfahren.“

Genau darum ging es beim Segeltörn von Sail for Kids. Neun Jugendliche und vier Lehrkräfte der Don-Bosco-Schule Würzburg machten sich am 12. Juni 2026 auf den Weg nach Kroatien, um eine Woche lang das Leben auf dem Meer kennenzulernen.

Nach rund 24 Stunden Anreise erreichte die Gruppe die Marina Polesana in Pula. Dort warteten bereits die Skipper auf ihre zukünftige Crew. Noch ahnte niemand, wie schnell aus Jugendlichen und Lehrkräften eine echte Mannschaft werden würde.

Nach der Sicherheitseinweisung wurden die Aufgaben verteilt. Ob Fender ausbringen, Luken kontrollieren oder beim An- und Ablegen helfen – jeder übernahm Verantwortung. Von Anfang an galt ein einfacher Grundsatz: „Wir helfen miteinander. Jeder gegen jeden funktioniert nicht. Auf einem Segelboot muss man als Team arbeiten, sonst wird das nichts.“

Schon die ersten Seemeilen zeigten, dass Segeln mehr ist als Sonne und Urlaubsbilder. Wind, Wellen und das Leben auf engem Raum forderten die Crew heraus. Gleichzeitig wuchsen Vertrauen und Zusammenhalt spürbar.

„Es ist toll zu sehen, wenn man die Jugendlichen aus ihrer Komfortzone herausholt und den Wandel miterlebt, der innerhalb einer Woche stattfindet.“

Die Tage waren geprägt von einsamen Buchten, türkisblauem Wasser und gemeinsamen Erlebnissen. Es wurde gebadet, mit dem Stand-up-Paddle und dem Schlauchboot die Küste erkundet und jede Gelegenheit genutzt, das Meer hautnah zu erleben. Während der Überfahrten blieben die Boote über Funk miteinander in Kontakt und auch an Bord wurde viel gelacht, gelernt und gemeinsam angepackt.

Besonders beeindruckend war für viele das Segeln selbst. Wenn der Wind die Segel füllte und die Yacht nahezu lautlos Fahrt aufnahm, wurde spürbar, worum es dabei geht: „Man nutzt einfach das, was die Natur einem gibt. Alles zu sehen, zu spüren und ein Teil davon zu sein.“

Zu den Höhepunkten gehörten eine gefundene Flaschenpost, ein spektakulärer Sonnenaufgang auf See und Delfine, die die Crew ein Stück ihres Weges begleiteten. Unvergessen bleiben auch die gemeinsamen Grillabende an Bord sowie ein Lagerfeuer auf einer einsamen Insel. Fernab vom Alltag, unter einem beeindruckenden Sternenhimmel, entstanden genau die Momente, aus denen später die schönsten Erinnerungen werden.

„Mal ein Boot selbst zu steuern, ist einfach wunderschön.“

Mit vielen neuen Eindrücken und gestärktem Selbstvertrauen trat die Crew am 20. Juni die Heimreise an. Oder wie es ein Teilnehmer treffend beschrieb: „Man findet Freiheit in etwas, wonach man eigentlich gar nicht gesucht hat.“

Bericht: Carolin Hotel, Martin Weigand

Foto: Anette Köhler