Eine Delegation der Don Bosco Berufsschule besuchte im Rahmen des Erasmus+-Programms die Berufsschule in Altmünster. Die Schule ist spezialisiert auf Berufe aus der Tourismusbranche.
Konrektor Rainer Platz, Fachbereichsleiterin Weißer Bereich Cornelia Eichinger und Sonderpädagoge Martin Husch bekamen in dieser Woche vielfältige Einblicke in die Arbeit dieser Schule. Ziel des „Job Shadowing“ war es, die unterrichtlichen Angebote und Vorgehensweisen in einer Fachschule zu erkunden und hieraus für die eigene Bildungspraxis zu lernen. So war es interessant zu sehen, wie der Theorie- und Praxisunterricht in Altmünster organisiert ist und wie Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf integriert werden. Hier gibt es zum einen Klassen, bei denen einzelne Schüler mit in der Klasse sind, aber auch ganze sogenannte Integrationsklassen, die in eigenem Tempo und entsprechender pädagogischer Zuwendung unterrichtet werden.
Unterrichtet wird in Altmünster in vier Blöcken zu jeweils zehn Wochen, das bedeutet, dass eine Klasse für zehn Wochen in der Schule ist und den Rest des Jahres im Betrieb. Hierbei wird mit den Betrieben die Schulzeit abgestimmt, sodass zum Beispiel Auszubildende im zweiten und dritten Ausbildungsjahr zum Weihnachtsgeschäft im Betrieb sein können. Überhaupt ist die Verzahnung mit den Betrieben und der Wirtschaft sehr eng. Dies ist auch in der Tatsache begründet, dass nahezu das gesamte Kollegium aus Quereinsteigern aus der Praxis besteht. Dies merkt man der Schule direkt an, es herrscht ein professioneller Vibe und ein kollegiales Miteinander.
Auch die Schülerinnen und Schüler begegneten den Gästen aus Würzburg ausnahmslos offen, freundlich und interessiert. Bei acht großzügig ausgestatteten Lehrküchen, dazugehörigen Restaurants und Bars läuft der Unterricht spürbar diszipliniert und ruhig. Ein Besuch von Schülerinnen und Schülern der Don Bosco Berufsschule in Altmünster ist angedacht, ebenso ein „Job Shadowing“ von Kolleginnen und Kollegen aus Österreich bei uns in Würzburg. Mit diesem Besuch haben wir den Grundstein zu einer vielversprechenden Partnerschaft gelegt – dank Erasmus+.