3D-Woche setzt Zeichen für Demokratie in Würzburg!

Workshops zu Fake News, KI und Diskriminierung stärken Medienkompetenz

Eine ganze Woche lang stand die Don Bosco Berufsschule Würzburg im Zeichen von Demokratiebildung und Prävention. Unter dem Motto „3D-Woche“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Themen Demokratieförderung, Radikalisierungsprävention und New Media. Zahlreiche externe Organisationen und Fachkräfte gestalteten ein breites Workshop-Angebot, aus dem die Klassen wählen konnten. Ziel der Aktionswoche war es, junge Menschen für gesellschaftliche Herausforderungen zu sensibilisieren und sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit Informationen und digitalen Medien zu stärken.

Im Workshop „Diskriminierung und Empowerment“ setzten sich Jugendliche gemeinsam mit Fachkräften des Präventionsnetzwerks Radikalisierung der Stadt Würzburg sowie dem Projekt „Wie wollen wir leben?“ mit verschiedenen Formen von Diskriminierung auseinander. Neben theoretischen Grundlagen ging es vor allem darum, Strategien zu entwickeln, mit denen Betroffene ihr Selbstbewusstsein stärken und andere unterstützen können.

Ein weiterer Workshop widmete sich dem Thema „Fake News und Verschwörungen“. Die Teilnehmenden lernten, typische Merkmale von Verschwörungserzählungen zu erkennen und Informationen kritisch zu hinterfragen. In praktischen Übungen probierten sie aus, wie man auf problematische Inhalte im Internet oder im persönlichen Umfeld reagieren kann. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Medienkompetenz und kritisches Denken für eine funktionierende Demokratie sind.

Besonders praxisnah erlebten die Jugendlichen Demokratie im sogenannten „Betzavta“-Training unter Leitung des Schulsozialpädagogen Thomas Tribula. Durch Simulationen und Gruppenübungen erfuhren sie, wie Entscheidungsprozesse funktionieren und welche Rolle Fairness, Macht und Toleranz dabei spielen. Die überraschenden Übungen führten immer wieder zu Aha-Momenten und machten demokratische Prinzipien unmittelbar erfahrbar.

Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Smartphones und sozialen Netzwerken stand auf dem Programm. Polizeibeamte der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt informierten über Cybermobbing, Hate Speech und mögliche strafrechtliche Folgen von Fehlverhalten im Netz. Anhand konkreter Beispiele diskutierten die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig digitale Zivilcourage und ein respektvoller Umgang miteinander sind.

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen beschäftigte sich ein weiterer Workshop mit Künstlicher Intelligenz, Social Media und digitaler Selbstbestimmung. Die Jugendlichen erfuhren, wie KI funktioniert, wie sich KI-generierte Inhalte erkennen lassen und welchen Einfluss Algorithmen auf die eigene Wahrnehmung haben können. An den schuleigenen Laptops konnten sie verschiedene Anwendungen direkt ausprobieren.

Ein besonderer Höhepunkt der Woche war der Besuch der Initiative „Omas gegen Rechts“. In einem offenen Gespräch tauschten sich die engagierten Vertreterinnen mit den Schülerinnen und Schülern darüber aus, wie Menschen ihre demokratischen Rechte nutzen und sich gesellschaftlich engagieren können. Viele Jugendliche zeigten sich beeindruckt vom generationsübergreifenden Dialog.

Die „3D-Woche“ habe gezeigt, wie wichtig es sei, Demokratiebildung und Medienkompetenz dauerhaft im Schulalltag zu verankern, betont die Schule. Mit den vielfältigen Workshops und Begegnungen setzte die Berufsschule ein klares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und eine lebendige Demokratie.

Michael Baden, Don Bosco Berufsschule