
Online-Gespräch mit Referent aus Jerusalem baut Vorurteile ab
An der Don-Bosco-Berufsschule in Würzburg erhielten Schülerinnen und Schüler besondere Einblicke in den jüdischen Glauben und den Alltag in Israel. Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ fand der Workshop „Judentum – live erleben“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zu stärken.
Organisiert wurde der Workshop in Zusammenarbeit mit der Organisation Lea Fleischmann Bildungsprojekte aus Jerusalem. Ermöglicht wurde das Angebot durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Mainfranken, die das Projekt förderte und damit einen Beitrag zur politischen Bildung und zum interkulturellen Dialog leistete.
Ein besonderer Programmpunkt war eine Live-Schaltung nach Jerusalem. Der Referent Ben Yehuda führte die Schülerinnen und Schüler direkt aus Israel durch die Veranstaltung und gab zunächst einen Überblick über zentrale Inhalte und Traditionen des jüdischen Glaubens. Dabei ging es unter anderem um religiöse Werte, Bräuche und die Bedeutung der Gemeinschaft im jüdischen Leben.
Anschließend rückte der Schabbat, der jüdische Ruhetag, in den Mittelpunkt. Der Referent schilderte anschaulich, wie sich jüdische Familien auf diesen besonderen Tag vorbereiten und welche Rituale und Traditionen den Beginn des Schabbats prägen. So bekamen die Jugendlichen einen lebendigen Eindruck davon, welche Rolle dieser wöchentliche Feiertag im religiösen und familiären Alltag spielt.
Zum Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Fragen stellen – eine Möglichkeit, die intensiv genutzt wurde. Das Interesse reichte von religiösen Themen bis hin zum Alltag junger Menschen in Israel.
Besonders eindrucksvoll wurde der Austausch, als aktuelle politische Entwicklungen im Nahen Osten zur Sprache kamen. Dabei ging es auch um den Krieg in Gaza und die Spannungen in der Region. Der Referent berichtete, welche Auswirkungen die Situation auf das tägliche Leben der Menschen in Jerusalem und in Israel hat.
Der Workshop bot damit nicht nur fundierte Informationen über das Judentum, sondern auch persönliche Einblicke in eine Lebensrealität, die vielen Jugendlichen sonst fern erscheint. Durch den direkten Austausch entstand eine offene Gesprächsatmosphäre, die Verständnis und Dialog förderte.
Michael Baden, Don Bosco Berufsschule