Polenmobil an der Don-Bosco Berufsschule

Internationalen Schüleraustausch mit polnischer Berufsschule

Foto: Carsten Hotel
von links nach rechts: Aaron Hespelein, Sara Allali, Xenia Hauff, Lilli Tscholy, Emre Can, Dean Handschuch, Fenja Trübner, Enja Müller, Natalia und David (Moderatoren vom Polen Mobil) Chantal Rieger, Leon Richter Vincent, Carlotta Miras (Europäische Freiwillige, Elise-Noell Vei, Volker Zang und Carolin Hotel (Lehrkräfte)

Würzburg Das Polenmobil, im Auftrag des Deutschen Polen-Instituts unterwegs, machte Halt an der Don-Bosco Berufsschule. In einem sehr kurzweiligen Workshop gab es für 15 Schüler und Schülerinnen sowie den Lehrkräften die Möglichkeit, mit der polnischen Kultur, der Tradition, geografischen Besonderheiten und landestypischen kulinarischen Spezialitäten auf Tuchfühlung zu gehen.
Sehr eindrucksvoll war eine große Landkarte beider Länder, die durch Bilder von bedeutsamen Städten, Landschaften und Nationalparks ergänzt wurde. Ein wichtiger Bestandteil des Workshops war eine Sprachanimation, bei den polnischen Worten wie „danke, bitte“ und auch Begrüßungsformeln geübt wurden.
Gemeinsam mit den Projektleitern richteten die Schülerinnen und Schüler den Blick auf bedeutende polnische Persönlichkeiten aus dem Sportbereich wie Robert Lewandowski und Iga Swiatek. Aber auch die beiden Fußballweltmeister von 2014 – Miroslav Klose und Lukas Podolski – haben polnische Wurzeln.
Sehr besinnlich wurde es in der Gruppe, als ein Weihnachtslied von Mark Forster eingespielt wurde, der dann plötzlich einige polnische Zeilen sang, um an seine polnische Mutter zu erinnern.
Recht neidisch wurden die deutschen Schülerinnen und Schüler, als sie erfuhren, dass in Polen im ganzen Juli und August Sommerferien sind. Hier kam auch das unterschiedliche politische System zur Sprache. Während in Deutschland die 16 Bundesländer über den Bereich Bildung eigenständig und auch unterschiedlich entscheiden, wird in Polen hier alles zentral in der Hauptstadt Warschau bestimmt.
Gemeinsam ist beiden Ländern, dass sie jeweils in 16 Bundesländern bzw. 16 Woiwodschaften (Verwaltungsbezirke) unterteilt sind. Die politische Gestaltungsmöglichkeit der Bundesländer ist jedoch erheblich größer.
Den Abschluss des Workshops bildete dann noch ein kurzer Überblick über typische polnische Gerichte wie Pierogi (Teigtaschen), Bigos (Eintopf) und verschiedene landesübliche Suppen, die eine große Bedeutung in der polnischen Küche haben. Auf einen kurzen Nenner gebracht:
Das polnische Essen ist deftig, herzhaft und meist mit Fleisch, Kohl und Wurzelgemüse.
Der Zeitpunkt für den Besuch des Polenmobils war gut gewählt, denn Ende März kommt eine Gruppe polnischer Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen aus Piotrków Trybunalski
(polnische Partnerschule) zum Besuch nach Würzburg.
Gemeinsam mit der deutschen Gruppe verbringen sie eine Woche auf der Jugendbildungs-stätte am Heuchelhof. Dort stehen verschiedene Workshops, eine Stadtrally, ein Besuch in Gadheim, eine Fahrt nach Rothenburg ob der Tauber und vieles andere mehr auf dem Programm.

Volker Zang