Schüleraustausch an der Don-Bosco-Berufsschule

Internationale Begegnung mit polnischer Berufsschule

Bild: Carolin Hotel

In der letzten Märzwoche waren 15 Schülerinnen und Schüler mit 2 Lehrerinnen von einer polnischen Berufsschule aus Piotrkow Trybunalski zum einwöchigen Besuch in Würzburg. Dort trafen sie sich mit einer Gruppe aus der Don-Bosco Berufsschule, um den internationalen Schüleraustausch fortzusetzen. Untergebracht waren beide Gruppen am Heuchelhof in der Jugendbildungsstätte, die auch einen großen Teil des Programms organisierte und durchführte.

In einer sehr kurzweiligen und abwechslungsreichen Woche standen verschiedene Workshops und Kooperationsspiele zum gegenseitigen Kennenlernen auf dem Programm. Schon nach kurzer Zeit merkte man sofort: Die Chemie stimmte einfach zwischen den beiden Gruppen und den verantwortlichen Lehrkräften.
Am Dienstagnachmittag fuhr die Gruppe gemeinsam in die Stadt, um in gemischten Teams ein City-Game durchzuführen, bei dem verschiedene Aufgaben erledigt werden mussten. Höhepunkt war anschließend ein gemeinsames Abendessen in der Pizzeria Locanda. Nach dem anstrengenden Nachmittag ließen wir uns die leckeren und schmackhaften Pizzen schmecken.
Begrüßt wurde die polnische Gruppe schließlich am Mittwochfrüh in der Don-Bosco-Berufsschule vom Schulleiter Herrn Kranert. In seiner kurzweiligen Rede wies er auf die große Bedeutung von internationalen Begegnungen europäischer Jugendlicher in der heutigen krisenbeutelten Zeit hin. Er wünschte der polnischen Gruppe einen schönen Aufenthalt und versprach 2027 – beim 10-jährigen Bestehen des Schüleraustausches – mit nach Polen zu reisen. Auch die polnischen Lehrkräfte bedankten sich sehr herzlich für die Gastfreundschaft und freuten sich auf die Begegnung.
Nach einer kurzen Hausführung zeigte die Gruppe ihre Kreativität und gestaltete farbig mit viel Inspiration und künstlerischem Talent Stofftaschen, auf der alle unterschrieben und als Erinnerung mit nachhause nehmen durften.
Gestärkt durch ein reichhaltiges Mittagessen im Berufsbildungswerk, ging es zurück auf den Heuchelhof und am Nachmittag wurde es sportlich in der Bowlingbahn.
Ein Höhepunkt der Woche war zweifelsohne die Fahrt nach Rothenburg ob der Tauber. Beeindruckt von dem mittelalterlichen Flair erkundete die Gruppe gemeinsam bei einem Rundgang die alte Stadtmauer. Stadtrally, ein Besuch in der Waffenkammer und schließlich das Kriminalmuseum rundeten den erlebnisreichen Tag ab. Natürlich blieb auch genügend Zeit zum Bummeln und Shoppen. Vor allem das Weihnachtsgeschäft von Käthe Wohlfahrt beeindruckte unsere polnischen Kolleginnen sehr. Nach so viel Aktivität und Input ließen wir es uns bei Döner und Cola schmecken.
Den Abschluss des Tages bildete eine Disco in der Jugendbildungsstätte. Nach verhaltenem Beginn schwappte die Stimmung dann doch über und die Jugendlichen tanzten mit viel Energie und großer Leidenschaft. Höhepunkt der Disco war aber ein Rap eines unserer Trainer, der die Jugendlichen zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.
Nach einer viel zu kurzen Woche hieß es dann am Freitag Abschied nehmen. Nach einer kurzen Reflexion, dem Austausch von Geschenken, einer warmen Dusche für alle Beteiligten begleiteten wir die polnische Gruppe zum Bus.
Viele herzliche Umarmungen, Tränen, liebe Worte – man wollte einfach voneinander nicht loslassen!
Unter großem Beifall, mit winkenden Händen und feuchten Augen und einer Menge Abschiedsschmerz fuhren unsere polnischen Freunde in Richtung Heimat.
Die Bedeutung und den Wert des deutsch-polnischen Schüleraustausches zeigte sich in einigen Äußerungen unserer Jugendlichen:
„Das war eine ganz tolle Woche“ und „Wir freuen uns alle auf den Gegenbesuch nach Polen im März 2027“.
Dann wird das 10-jährige Bestehen des Schüleraustausches gebührend gefeiert.