Theater setzt Zeichen gegen Mobbing an Schule

Bild: Anna Wilpert

Theaterstück sensibilisiert für Ausgrenzung im Schulalltag

Am 13. April wurde an der Don Bosco Berufsschule Würzburg ein Theaterstück zum Thema Mobbing aufgeführt. Zu Gast war der Weimarer Kultur-Express mit der Produktion „Mobbing – Wenn Ausgrenzung einsam macht“.

Die Inszenierung zeigt den Alltag einer Schulklasse, in der sich nach und nach Spannungen entwickeln. Aus zunächst eher unauffälligen Situationen entsteht im Verlauf der Handlung eine Dynamik, die in gezielte Ausgrenzung mündet. Dabei wird deutlich, dass Mobbing häufig kein plötzliches Ereignis ist, sondern sich schrittweise entwickelt und durch verschiedene Faktoren verstärkt wird.

Im Fokus stehen unterschiedliche Rollen innerhalb der Klassengemeinschaft. Neben der betroffenen Person wird auch das Verhalten von Mitschülern und Mitschülerinnen sowie die Wirkung von passivem Zuschauen thematisiert. Das Stück verdeutlicht, wie Gruppendruck und Unsicherheiten dazu beitragen können, dass sich solche Situationen festigen und weiter verschärfen.

Ein weiterer Bestandteil der Aufführung ist die Darstellung von Konflikten im digitalen Raum. Es wird gezeigt, wie sich Ausgrenzung über soziale Medien fortsetzen kann und dadurch zusätzliche Belastungen entstehen. Die Grenzen zwischen schulischem und privatem Umfeld verschwimmen dabei zunehmend.

Im Anschluss an die etwa 60-minütige Aufführung fand eine moderierte Gesprächsrunde statt, in der die Schüler und Schülerinnen Fragen stellen und ihre Eindrücke schildern konnten. Dabei wurden einzelne Szenen aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Die Veranstaltung bot insgesamt einen Rahmen, um sich mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen und verschiedene Sichtweisen im schulischen Kontext zu beleuchten.

Julia Sapper